Herpesvirus

Bei Herpesviren handelt es sich um eine Gruppe von DNA-Viren. Die Herpesviren haben eine Größe von 150 bis 200 nm. Es gibt 90 verschiedene Herpesvirus Typen. Fast alle Herpesviren sind nur bei Tieren wirksam. Nur 4 von den diversen Herpesviren können beim Menschen aktiv werden und zu Erkrankungen führen. Obwohl die Herpesviren alle sehr enge strukturelle Gemeinsamkeiten besitzen, fallen die Erkrankungen äußerst unterschiedlich aus.

Die Herpesviren Typen

Herpes simplex: Von dem Herpes simplex Virus gibt es zwei verschiedene Typen. Den HSV 1 und den HSV 2. Der HSV 1 Typ löst Erkrankungen im Kopf- und Gesichtsbereich aus. Beim HSV 2 Typ erkrankt der Genitalbereich. Herpes simplex ist somit verantwortlich für Lippenherpes, Augenherpes oder Genitalherpes. Der Herpes simplex Virus führt zu dem Aufbrechen von Zellverbindungen und zur Blasenbildung auf der Haut.

Varizella-Zoster-Virus: Dieser Herpesvirus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Er verursacht Windpocken und wenn er nochmals aktiv wird zur Gürtelrose.


Epstein-Barr-Virus: Wird meistens durch Tröpfcheninfektion oder durch eine Kontaktinfektion übertragen. Der Epstein-Barr-Virus führt zu der Erkrankung Mononucleosis infectiosa. Besser bekannt als Pfeifferisches Drüsenfieber. Zudem kann der Ebstein-Barr-Virus schuld an einer Krebserkrankung sein.

Zytomegalie-Virus: Nach Erkrankung an diesem Herpes Virus kommt es meistens zu Fieber und dem Anschwellen der Lymphknoten. Zudem können Kopf- und Gliederschmerzen mit auftreten. Manchmal werden auch eine Nervenentzündung oder Hepatitis ausgelöst.

Eigenschaften von Herpesviren

Wer sich einmal mit dem Herpesvirus angesteckt hat, behält diesen sein ganzes Leben lang im Körper. Selbst nach überstandener Infektion wird der Herpesvirus nicht komplett aus dem Körper verschwinden. Er geht dann lediglich in ein Latenzstadium und überlebt weiter im menschlichen Körper. Wenn der Herpesvirus wieder reaktiviert wird, kommt es zu weiteren Erkrankungen. Menschen die sich gerade eben an einem Herpes Virus angesteckt haben, merken es in der Regel erst später oder gar nicht, da die Krankheitserscheinungen anfangs wenig ausgeprägt sind.

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